Parkinson-dortmund - Tango in Dortmund. Jede Woche Tangokurse, Workshops und Milongas.

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Tangokurse für Parkinson erkrankte
Kursbeginn (fortlaufender Kurs - Einstieg jederzeit möglich):
Sonntags um 15:00 - 16:00
Vorabinfos und Anmeldung bei Simone Schlafhorst.
Tel.: 0231 33 04 99 22 oder 0173 740 2000

Schnupperstunde:
Sonntag: 28. September 15:00 im
Aktivzentrum-Dortmund
Humboldtstr. 45 (nb. dem Theater Fletch Bizzel)
44137 Dortmund


Erfolge von Tango Therapie bei Parkinson

Obwohl jeder Mensch natürlich unterschiedlich auf die Tango Therapie anspricht, konnten wir bei Teilnehmern in den letzten 6 Monaten folgende Fortschritte verzeichnen:

- kein "freezing" während der Bewegung
- Rückwärtsbewegung wurde ermöglicht
- Drehbewegungen aus Hüfte und Becken
- Wohlbefinden von durchschnittlich 2 Punkten auf einer Skala von 1 - 10
- Erhöhung der Mobilität direkt nach dem Training von 2 Punkten auf einer Skala von 1 - 10
- Innere Erleichterung und sogar Lächeln bei Menschen mit Depressionen
- Energieschub, der mehrere Stunden anhielt bei Menschen mit apathischer Erscheinung vor dem Kurs
- fließendere Bewegung beim Gang

Schüttellähmung  - Morbus Parkinson
Tango für Parkinson Patienten


Bereits seit 2008 wird „Tangoterapia" in Buenos Aires für Menschen mit Morbus Parkinson angeboten und hat sich über diese lange Zeit bewährt. Deshalb wird auch in Europa seit einiger Zeit von erfahrenen Tangolehrern und Therapueten Tango für Parkinsonerkrankte angeboten.

Warum ist gerade Tango für Parkinson erkrankte die richtige Sport- und Bewegungsform zur Erleichterung der Beschwerden?




Tremor

Grundsätzlich lässt das Zittern bei jeglicher Art von Bewegung nach. Sanfte, gleitende Bewegungen zur Musik unterstützen zusätzlich die Entspannung der Muskulatur. Die Konzentration des Gehirns auf die Musik lenkt von der Anspannung auf bestimmte Bereiche wie Händen oder Armen ab. Außerdem bewirkt der 4/4-Takt einen gleichmäßigen, ruhigen Herzrhythmus, der den gesamten Kreislauf stabilisiert.

Hypokinese und Posturale Instabilität
Alle Bewegungsabläufe werden bei den Erkrankten langsamer. Auch können Bewegungen nicht mehr schnell begonnen oder gestoppt werden. Beim Tango werden mit Fokus auf die Musik Stopps in den Tanz eingefügt und auch schnellere Bewegungen versucht zu gehen, indem zum Beispiel 3 Schritte in 2 Takten getanzt werden. Tango ist der einzige Tanz, indem Pausen und Schritte auch „entgegen" dem normalen Taktrhythmus getanzt werden können.
Als besonderes Merkmal des Tangos gilt die sogenannte „Caminata" (übersetzt Gang). Schritttechniken in der eigenen Körperachse werden trainiert und verbessern so das Gleichgewicht. Die „Caminata" wird mit den Schritten entgegengesetzten Armbewegung/Schulterbewegung getanzt. Auch diese Technik wirkt der fortschreitenden posturalen Instabilität entgegen und kann Stürzen im Alltag vorbeugen. Die Haltereflexe werden in den Bewegungen sensibilisiert.

Rigor
Die Steifigkeit der Arme und Beine, die sich häufig im Laufe der Krankheit ergibt führt zu Widerstand im Bewegungsablauf. Durch die weichen, gleitenden Bewegungen beim Tango werden diese Widerstände sanft angegangen und oft aufgeweicht.

Depression
Ca. 40% aller Parkinson erkrankten leiden im Verlauf der Krankheit unter Depressionen. Tango bietet Geselligkeit, neue Bekanntschaften und regelmäßige Tanztreffen, die die Lebensqualität und Lebensfreude enorm steigert. Tango ist mit häufig wechselnden Tanzpartnern und somit vielen Sozialkontakten zu einer der beliebtesten Gesellschaftstänze geworden. Des weiteren wird der Umarmung des Tangos beruhigende und heilsame Wirkung zugesprochen. Auch wenn bei dieser Art von Erkrankung der Tango natürlich „nur" eine Linderung versprechen kann.    

Die Parkinson Erkrankten fühlen sich nach 60 Minuten Tangounterricht entspannter und empfinden eine teilweise Erleichterung von Schmerz und Tremor.


Ablauf des Tangounterrichts für diagnostizierte Parkinson Patienten:




Die Stunde beginnt im Stuhlkreis. Zunächst werden Finger und Hände im Takt und zur Melodie der Musik bewegt. Nach Möglichkeit werden beide Hände nacheinander und danach zusammen bewegt. Die Hände gleiten sanft im Sitzen über Arme, Beine und später über den ganzen Körper. Mit einem Partner/einer Partnerin können synchrone Bewegungen in der Musik zur Einübung des „Führen und Folgen" beim Tango geübt werden.
Tango ist der einzige Paartanz, der improvisierten Bewegungen folgt. Es gibt keine starr vorgefertigten Figuren die nur nach einem bestimmten Bewegungsmuster ablaufen müssen.

Nach der Mobilisationsphase folgen Übungen zum Gleichgewicht im Stehen und Gehen in der eigenen Achse. Gehende Bewegungen allein und paarweise werden trainiert. Hierbei ist ein Person der/die Impulsgeber/in und die andere Person reagiert mit gleichbleibender Bewegung im Takt der Musik.

Als schwierigstes Trainingsziel werden Gegenbewegungen von Ober-und Unterkörper (Dissoziation) sowie rechter und linker Körperhälfte eingeübt. Beim Tanz in der Musik werden beide Gehirnhälften angesprochen die wiederum zu einer besseren Bewegungssicherheit führen kann. Die Musik und der Kontakt mit dem/der Tanzpartner/in spricht hierbei die emotionale Gehirnhälfte und die Konzentration auf Schritte und Koordination die rationale Gehirnhälfte an.

 
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